
Bei strahlendem Frühlingswetter hat der Ortsverband Lindlar von Bündnis 90/Die GRÜNEN am Sonntag, 26.04.26, seinen Klima- und Umweltpreis 2025 verliehen. Ausgezeichnet wurden Katja und Klaus Wopfner für ihr herausragendes Engagement zum Erhalt der Artenvielfalt.
Im Mittelpunkt der Preisverleihung stand der rund 2.000 Quadratmeter große Naturgarten der Preisträger*innen, der eindrucksvoll zeigt, wie praktischer Artenschutz direkt vor der eigenen Haustür gelingen kann. Mit viel Leidenschaft und Fachwissen haben Katja und Klaus Wopfner ihren privaten Garten zu einem vielfältigen Lebensraum für Insekten, Vögel, Amphibien und weitere Tierarten entwickelt. „Wir verstehen die Natur als Partner und nie als Feind.“ Erläuterten Katja und Klaus Wopfner gemeinsam ihre Motivation. „Wenn wir ein angeknabbertes Blatt sehen, dann fragen wir uns, welche Raupe da wohl satt geworden ist und wenn eine Pflanze voll mit Blattläusen ist, dann freuen wir uns, dass ein Vogel seinen Nachwuchs füttern kann.“
Die Laudatio hielt der Sprecher des Ortsverbandes, Christian Schumacher. In seiner Rede würdigte er die Preisträger*innen als „Botschafter für den Artenschutz“, die nicht nur mit Worten, sondern vor allem durch ihr Handeln überzeugten. Angesichts des fortschreitenden Artensterbens betonte Schumacher die zentrale Bedeutung von Biodiversität für das Überleben funktionierender Ökosysteme – und damit auch für die Menschheit. Dass Katja und Klaus Wopfner dies nicht nur für sich machen, sondern zum Beispiel über die Mitarbeit im Lindlarer Freilichtmuseum und über die „Offene Gartenpforte“ des Naturgarten e.V. ihre Mission für andere erlebbar machen, sei ein so wichtiger Beitrag für die Sensibilität in der öffentlichen Diskussion.

Eine offizielle Würdigung erfolgte zudem durch Diana Ottofülling, Beigeordnete und Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters. In ihren Grußworten unterstrich sie die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für den kommunalen Umwelt- und Naturschutz.
Weitere Impulse setzten die Redner*innen Carola Hoppen vom Naturgarten e.V. sowie Florian Schöllnhammer von der Biologische Station Oberberg. Hoppen appellierte eindringlich an Verantwortliche aus Verwaltung und Politik, naturnahe Gestaltung konsequent auch in öffentlichen Grünanlagen umzusetzen. Sie warb insbesondere dafür, Schulhöfe zu entsiegeln und Kindern im Alltag direkte Naturerfahrungen zu ermöglichen: Natur müsse nicht nur Ausflugsziel sein, sondern Teil des täglichen Lebens werden.
Im Anschluss an die Preisverleihung führten Katja und Klaus Wopfner gemeinsam mit Florian Schöllnhammer durch ihren Naturgarten und zeigten anschaulich, wie vielfältige Lebensräume durch Elemente wie Wildhecken, heimische Pflanzen, Totholzstrukturen, eine Vielzahl von Wildstauden, Trockenmauern und Teiche entstehen können.
Die Veranstaltung machte deutlich: Jeder Beitrag zählt. Ob im Garten, auf dem Balkon oder sogar auf der Fensterbank – viele kleine Maßnahmen können gemeinsam eine große Wirkung für den Erhalt der Biodiversität entfalten. Mit dem Klima- und Umweltpreis würdigt der Ortsverband Lindlar von Bündnis 90/Die Grünen jährlich besonderes Engagement im Bereich Umwelt- und Klimaschutz und möchte gleichzeitig zum Nachahmen motivieren. Schumacher sagte: „Wir wollen eine positive Geschichte erzählen, die Mut macht“. Er zeigte sich besonders erfreut über die zahlreiche Teilnahme an der Veranstaltung. Parteiübergreifend waren Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung vertreten. Anwesend waren unter anderen die Klimaschutzmanagerin Frau Charlotte Bolte und der Vorsitzende des Ausschuss für Klima- und Umweltschutz Armin Brückmann. „Wir wollen mit dem Preis und solchen Veranstaltungen, wie heute auch einen Raum für Diskussion und Austausch schaffen. Ich glaube das ist heute gelungen.“ Freute sich Christian Schumacher am Ende der Veranstaltung.


