
Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lindlar fordert eine klare soziale Antwort auf die bevorstehende Grundsteuererhöhung. In einem aktuellen Antrag verlangen die GRÜNEN, dass die Verwaltung Modelle vorlegt, mit denen einkommensschwache Haushalte unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle faktisch von der Mehrbelastung befreit werden – insbesondere jene, die keine staatlichen Leistungen beziehen.
„Wir lassen die still Armen in Lindlar nicht im Regen stehen“, sagt Fraktionssprecher Patrick Heuwes. „Die Grundsteuer muss steigen, aber sie darf niemanden in Existenznot bringen.“
Die Erhöhung der Grundsteuer ist aufgrund der Haushaltslage und gesetzlicher Vorgaben unausweichlich. Doch für viele Menschen bedeutet sie eine spürbare Belastung. Besonders gefährdet sind Haushalte, die knapp über den Transferleistungsgrenzen liegen – zu viel für Bürgergeld, zu wenig für steigende Kosten. „Diese Menschen tauchen in keiner Statistik auf, aber sie leben mitten unter uns“, betont Fraktionssprecher Ingo Harnischmacher. „Genau sie brauchen jetzt Schutz.“
Die Verwaltung soll deshalb verschiedene Entlastungsmodelle prüfen, darunter direkte Erstattungen, sozial gestaffelte Zuschüsse oder unbürokratische Härtefallregelungen. Entscheidend ist für die GRÜNEN, dass die Maßnahmen schnell wirken und nicht im Verwaltungsdickicht versanden.
Mit ihrem Antrag setzen die GRÜNEN ein deutliches Zeichen: Notwendige Einnahmen ja – aber nicht auf Kosten derjenigen, die ohnehin kaum Spielräume haben. „Lindlar kann solide Finanzen und soziale Gerechtigkeit zusammenbringen“, so Heuwes. „Wir erwarten, dass die Gemeinde genau das jetzt zeigt.“

