
Am 04.11.2026 fand ein historischer Tag für das Ehrenamt in Lindlar statt: Im Rahmen einer feierlichen Zusammenkunft haben alle 29 beteiligten Vereine gemeinsam mit der Gemeinde und dem Bürgermeister offiziell die Vereinbarung zur Ausschüttung der Erträge nach dem Bürgerenergiegesetz NRW unterzeichnet. Damit ist amtlich, wofür lange gekämpft wurde: Die Vereine im Umkreis der Windenergieanlagen auf dem Vogelberg profitieren nun direkt und unmittelbar von der heimischen Energiewende.

Von sportlichen und kulturellen Institutionen über den Sportverein Frielingsdorf, die Bücherei („Der Bücherwurm“) bis hin zum Schützenverein und zahlreichen weiteren Organisationen waren alle anwesenden Vereine vertreten. Jahr für Jahr fließen künftig mehr als 60.000 Euro unkompliziert in ihre Kassen – gesichert für eine feste Laufzeit von 20 Jahren, was eine Gesamtsumme von über 1,3 Millionen Euro bedeutet.

Ein beispielloser Erfolg für Lindlars Ehrenamt
Die GRÜNEN Lindlar gratulieren den Vereinen herzlich zu diesem beispiellosen Erfolg. Eine in dieser Konsequenz umgesetzte, direkte finanzielle Beteiligung der Vereine an Windkraftanlagen ist in Nordrhein-Westfalen bisher einmalig und ein echtes Vorzeigeprojekt. Ein ganz besonderer Dank gilt dem unermüdlichen Organisator Dieter Orbach, der dieses wichtige Vorhaben mit unermüdlichem Einsatz und Weitblick zum Erfolg geführt hat.
Klare Kante für echte Planungssicherheit gegen bürokratische Hürden
Als GRÜNE Lindlar freuen wir uns sehr, dass wir diesen Prozess von Beginn an stark machen konnten. Die an diesem Tag besiegelte Vereinbarung war dabei keineswegs ein Selbstläufer. Verschiedene andere Fraktionen hatten im Vorfeld teils völlig kontroverse Vorstellungen eingebracht, die dazu führten, dass die SPD-Fraktion am Ende nicht zugestimmt hat:
- So wurde von einigen Seiten eine drastisch verkürzte Laufzeit gefordert – was den Vereinen jede langfristige Planungssicherheit geraubt hätte.
- Auch komplizierte bürokratische Modelle wie umständliche Antragsverfahren, Jurys oder unübersichtliche Wettbewerbsstrukturen standen im Raum.
Fraktionssprecher Ingo Harnischmacher betont: „Wir haben uns entschieden und konsequent gegen bürokratische Gängelungen und für eine verlässliche Partnerschaft starkgemacht. Wer großartige Vereinsarbeit leistet, braucht verlässliche Einnahmen statt ständiger Antragsmarathons.“ Die gemeinsame Unterzeichnung durch alle 29 Vereine, die Gemeinde und den Bürgermeister zeigt eindrucksvoll: Lokaler Klimaschutz durch Windkraft und die direkte Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts gehören in Lindlar Hand in Hand. Windkraft schützt nicht nur das Klima, sondern stärkt spürbar unsere Heimat!


