
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lindlar beantragt:
- Die Querungsstelle an der Verkehrsinsel in der Rheinstraße vor der Grundschule Lindlar-West soll für Fußgänger*innen, insbesondere für Schulkinder, eindeutig erkennbar gemacht werden. Hierzu soll auf dem angrenzenden Gehweg eine gut sichtbare, kindgerechte und dauerhafte Markierung angebracht werden, die den vorgesehenen Bereich zur Querung der Fahrbahn kennzeichnet und den Schulkindern als Orientierung dient.
- Die nicht zur Querung benötigten Bereiche der dortigen Verkehrsinsel sollen entsiegelt und verkehrssicher gestaltet werden. Die derzeit befestigte Fläche soll, soweit dies technisch und verkehrsrechtlich möglich ist, durch eine niedrig wachsende Bepflanzung ersetzt werden. Hierfür sollen nach Möglichkeit heimische, standortgerechte Wildstauden verwendet werden.
- Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Maßnahmen zu prüfen und dem Ausschuss einen entsprechenden Umsetzungsvorschlag vorzulegen. Dabei sollen insbesondere die Verkehrssicherheit und die Sichtbeziehungen zwischen Fußgänger*innen und Fahrzeugführer*innen sowie die Belange der Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Des Weiteren ist zu prüfen, ob die derzeit teilweise zum Überfahren genutzten Bereiche für die Einfahrt auf angrenzende Grundstücke (Rheinstraße 44, 46 und 48) tatsächlich erforderlich sind oder ob eine Wendemöglichkeit über das bestehende Straßennetz sichergestellt werden kann. Bei der Prüfung sollen die Sicherheitsbelange für Schulkinder mit gebotener Priorisierung gewichtet und entsprechend begründet werden.
Begründung:
Die Verkehrsinsel in der Rheinstraße vor der Grundschule Lindlar-West ist vergleichsweise lang gezogen. Für die Querung der Fahrbahn ist jedoch nur ein begrenzter Bereich der Verkehrsinsel tatsächlich vorgesehen beziehungsweise sinnvoll und sicher. Für Schulkinder ist dadurch nicht ohne weiteres erkennbar, an welcher Stelle die Straße sicher überquert werden kann.
Gleichzeitig wird die Verkehrsinsel wiederholt von Fahrzeugen als Parkfläche genutzt. Die dort abgestellten Fahrzeuge beeinträchtigen die Sichtbeziehungen erheblich. Insbesondere für Kinder auf dem Schulweg entstehen dadurch gefährliche Situationen: Für den herannahenden Verkehr können besonders die Kinder aufgrund ihrer Körpergröße hinter parkenden Fahrzeugen nicht oder erst sehr spät zu sehen sein. Umgekehrt können auch Kinder den herannahenden Verkehr schlecht wahrnehmen und müssen teilweise schon auf die Straße treten, um freie Sicht zu haben.
Eine eindeutige Markierung auf dem Gehweg kann dazu beitragen, den vorgesehenen Querungsbereich klar erkennbar zu machen und insbesondere Kindern eine einfache Orientierungshilfe zu geben. Dadurch soll die Aufmerksamkeit auf die geeignete Querungsstelle gelenkt und die Verkehrssituation übersichtlicher und sicherer gestaltet werden.
Durch eine Entsiegelung und die Bepflanzung der aktuell befestigten Fläche der Verkehrsinsel beispielsweise mit niedrig wachsenden, heimischen Wildstauden könnte verhindert werden, dass dieser Bereich weiterhin zum Parken genutzt wird. Gleichzeitig würde die Fläche ökologisch aufgewertet und könnte einen kleinen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten.
Die Entsiegelung steht zudem im Zusammenhang mit den Zielen der Klimaanpassung und des Hitzeschutzes. Unversiegelte und bepflanzte Flächen können zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen und Regenwasser aufnehmen. Die Maßnahme fügt sich damit auch in die Zielsetzungen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) der Gemeinde Lindlar ein.
Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen soll mehr Übersichtlichkeit und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen geschaffen und insbesondere die Sicherheit der Schulkinder auf ihrem täglichen Schulweg verbessert werden.

